TV: Elementary – wie BBCs Sherlock, nur gut

und mit viel mehr Folgen.

Ich kann mit dem Genre der Verbrechensaufklärung nichts anfangen, das interessiert mich alles nicht. Was schade ist, denn so habe ich es auch nach drei Anläufen nicht über die ersten Folgen von The Wire geschafft. Aber irgendwie fasziniert mich diese Sherlock Holmes-Spezialität, aus Details die größten Zusammenhänge erkennen dann doch so sehr, dass es mich die erste BBC-Sherlock-Staffel unterhalten hat. Moriarty war leider total unglaubwürdig besetzt (auch hier macht Elementary einiges besser … aber Spoiler) und Holmes war zeitweilig nur schwer auszuhalten aber die Deduktion hat’s wieder rausgehauen.

Die zweite Staffel schraubt das dann auf Null runter, es gibt nur noch total absurdes Drama, das Holmes als ein noch viel größeres Arschloch darstellt (ja, dachte auch nicht, dass das möglich ist aber es ist eine Sache, Zwischenmenschliches nicht gut zu können aber Gefühle anderer aktiv auszunutzen/zu manipulieren finde ich nicht wirklich witzig*) und da Herr Moffat selbst auch nicht so der sympathischste aller Menschen zu sein scheint (Via) (noch ein Grund sich nicht mit Dr. Who zu beschäftigen …) war’s dann Zeit für Elementary:

Sherlock ist in New York (und ist kein ganz so großes Arschloch), das Casting ist zumindest etwas diverser (was ja bei BBCs Sherlock als Vergleich keine Kunst ist), Watson ist eine Frau (und gespielt von Lucy Liu!) und auch Leute, die nicht Sherlock sind, dürfen manchmal was herausfinden. Observe:

https://www.youtube.com/watch?v=kougD6CaXWQ

Klar, ist das auch nicht alles eitel Sonnenschein, es gibt sehr wenig weibliche Charaktere und immer mal wieder Fat-Shaming aber wir nehmen, was wir kriegen können, gell?

*Ganz allgemein ist dieser Trend, dass unsere (weißen, männlichen) Serienhelden jetzt alle Massenmörder, Psychopaten und Arschlöcher sein müssen, damit’s überhaupt noch jemanden interessiert, irgendwie armselig.

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